Unser Newsletter

Erfahren Sie, wie sich unsere Portfolios entwickeln und bleiben Sie auf dem neusten Stand. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!

Vermeidbare Anlagefehler

An den Finanzmärkten nutzen weder bewährte Strategien noch die besten Produkte, wenn der Ausführende sich dabei im Weg steht.

Ganz bestimmt könnte man leicht ein ganzes Buch über Anlagefehler und insbesondere deren Vermeidung schreiben.

Bestimmt haben Sie schon einiges darüber gelesen, wie man z.B. sinnvoll seine Verluste begrenzen und die Gewinne laufen lassen soll. Oder dass man in Richtung des Trends investieren muß, sich aber niemals gegen diesen stemmen darf.

Außerdem haben Sie schon davon gehört, dass Sie Ihr Depot „diversifizieren“ sollen. Und zwar nicht nur regional, sondern auch über die verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Zinspapiere, Immobilien und Rohstoffe hinweg!

Obwohl fast jeder von uns einige Fehler kennt, die man der Börse vermeiden muß um langfristig zu überleben, machen die meisten Anleger leider immer wieder die selben Fehler!

Warum gibt es so viele Verlierer an den Wertpapiermärkten?

Der wichtigste Grund dafür ist unsere menschliche Psyche, die uns im Aktienhandel immer wieder einen Streich spielt, aber auch die geringe Eintrittshürde in das „Geschäftsmodell“ des Börsenhandels. Meist genügt ein Depot bei einem Online-Broker und ein wenig Spielgeld und schon tritt man gegen hoch professionelle System-Trader an, den ganzen Tag vor Ihren Schirmen sitzen und meist noch über ein Team von hoch qualifizierten Helfern verfügen.

Vor allem wegen des einfachen Einstiegs in dieses Geschäftsfeld ist es völlig klar, dass die Lücke zwischen den Laien und den Profis immens ist. Die Profis können sich darüber nur freuen, denn je mehr Anfänger mitmischen, desto einfacher können die Gewinne abgeschöpft werden.

Damit Sie möglichst wenig Fehler machen, und diese höchstens auch nur einmal, zeige ich Ihnen hier eine Übersicht über die am häufigsten gemachten Fehler an der Börse in beliebiger Reihenfolge.

  1. Habgier und Zocken auf Kredit
    Sie haben einen todsicheren Tipp erhalten und wollen diese Chance nicht nur mit eigenem, sondern auch zusätzlich mit geborgtem Geld der Bank per Kredit nutzen, um die Rendite zu erhöhen. Leider übersehen Sie, dass dieser Hebel auch in beide Richtungen funktioniert. Erweist sich der „bombensichere“ Tip wie fast jeder dieser Art zum Flop, haben Sie nicht nur Ihr eingesetztes Geld verloren, sondern auch noch Schulden.
  2. Selbstüberschätzung
    30 Prozent Gewinn mit jedem Trade- davon träumen wir doch alle!
    Viele Anleger haben möglicherweise anfangs auch etwas Glück und lassen sich von den schnellen Gewinnen blenden. Sie investieren immer riskanter und mit höherem Hebel, bis sie irgendwann mal das Glück verlässt.
  3. Konzeptlosigkeit/Fehlende Strategie
    Viele Anleger investieren ohne Konzept und System, sondern nach Gemütslage, Lust- und Laune. Dabei springen sie von Aktie zu Aktie, von einem Derivat zum nächsten und sind mal „long“ und mal „short“! Mit dieser „Strategie“ kann natürlich nur Ihr Broker und nicht Sie selbst profitieren. Machen Sie sich einen Plan und suchen Sie nach qualitativ herausragenden Fonds, in die Sie konsequent investieren.Falls Sie sich diese Mühe nicht machen wollen oder können, beauftragen Sie einen vertrauenswürdigen und unabhängigen Vermögensmanager, dem Sie den  überwiegenden Teil Ihres Vermögens anvertrauen. Wollen Sie trotzdem außerdem auf eigene Faust spekulieren, dann reservieren sie dafür nur einen kleinen Teilbetrag Ihres Vermögens, auf das Sie einige Jahre verzichten können.
  4. Machen Sie sich von steigenden Kursen unabhängig
    Auch viele erfahrene und sogar professionelle Investoren sind ausschließlich in Anlageformen engagiert, die nur bei steigenden Aktien- oder Rentenkursen profitieren können. Unterschätzen Sie nicht, dass Aktien jahrelang in Seitwärtstrends gefangen sein können und statistisch betrachtet auf 2,5 gute Jahre mindestens ein schlechtes folgt. In den Jahren von 1960 bis 1980 und auch zwischen 1997 und 2008 hätten Sie in den meisten Indizes keinen Cent gewonnen und hätten sich die Verwaltungskosten von Aktienfonds auch sparen können. Investieren Sie also regelmäßig und substanziell in alternative Fonds, die Ihnen jedes Jahr einen konstanten Ertrag einbringen - egal ob an der Börse gerade die Bullen oder die Bären tanzen. Es gibt einige Konzepte, die an den relativen Schwankungen von fast 50 Vermögens-werten profitieren und Ihnen regelmäßige Erträge einbringen. Sie werden erstaunt sein, wie dynamisch der Zinseszins-Effekt Ihr Depot nach oben schiebt. Vor allem müssen Sie aber keine Verluste mehr aufholen und schlafen ruhig.
  5. Hüten Sie sich vor „Modethemen“ an der Börse
    Gerne vermitteln die Banken und schlechte Berater modische Themenfonds wie „Telemedien“, Öko- und Rohstoff-Fonds an Ihre Kunden. Diese haben durchaus ihre Berechtigung, wenn man darin nur einen kleinen Teil seines Vermögens investiert. Meist ist es aber gerade so, dass diese Spezialfonds verkauft werden, wenn man einen bunten Prospekt drucken kann. Also zu dem Zeitpunkt, in welchem der Chart von links unten nach rechts oben gelaufen und die „Smart-Money“ längst investiert ist. An der Börse einer Mode nach zu rennen endet immer mit Verlusten.
  6. Achten Sie auf die Risiken
    Konzentrieren Sie sich bei Ihren Investments auf die damit verbundenen Risiken, dann kommt der Erfolg fast von alleine. Dies unterscheidet an der Börse die Anfänger von den Profis. Anfänger versuchen Gewinne einzustecken und enden in Verlusten. Investmentprofis konzentrieren sich ausschließlich auf die Risiken einer Anlage
  7. Investieren Sie, wenn es sich „schlecht“ anfühlt
    Viele Anleger investieren nur zyklisch bei steigenden Kursen, da sie sich dann in der Masse der Anleger sicher fühlen. Dabei ist es gerade umgekehrt, Sie sollten investieren wenn an der Börse Angst und Unsicherheit vorherrschen. Und nicht, wenn die Kurse seit zwei Jahren schon steigen und alle Ihre Kollegen und Stammtisch-Freunde bereits gekauft haben.
    Dieses heimelige Gefühl ist zwar menschlich und spricht für Ihren sozialen Charakter, an der Börse wird es Sie aber ruinieren.
  8. Mit der Herde laufen
    Versuchen Sie an der Börse immer Ihren eigenen Kopf zu behalten und machen Sie sich eigene Gedanken. Dies ist zwar nicht leicht und sogar sehr anstrengend, oft aber rentierlich. Wer immer nur inmitten der Schafherde läuft, bekommt auch nur was alle bekommen: nämlich den Durchschnitt! Dies soll aber keinesfalls eine Aufforderung sein, strikt antizyklisch zu handeln. Denn dies führt nur zu Verlusten, da die Flut alle Schiffe anhebt.
    Beschäftigen Sie sich bitte mit den Konzepten der modernen „Behavioral-Finance“, bzw. der Börsenpsychologie. Seien Sie vorsichtig, wenn keiner mehr auf die Risiken achtet und investieren Sie mutig, wenn alle in Panik verfallen.
  9. Seien Sie konsequent bei der Begrenzung von Verlusten
    Endlich ist die Entscheidung gefallen und Sie springen bei einer Aktie auf. Natürlich kommt es, wie es kommen musste: Kaum sind Sie hoffnungsvoller Aktionär, beginnt nach langem Aufwärtstrend eine heftige Kurskorrektur und der Kurs fällt immer tiefer.
    Die ursprünglich geplante Verlustbegrenzung beachten Sie nicht. Da an der Börse auf Sie persönlich niemand Rücksicht nimmt, fällt der Kurs Ihrer Aktie natürlich weiter.
    Erst als Sie nach langer Zeit endlich verkauft haben, schlägt „Murphy`s law gnadenlos zu und „Ihre“ Aktie steigt wieder
  10. Suchen Sie nicht nach einen Sündenbock
    Wer oft spontan und teils nach schlechter Recherche investiert, muss auch schnell erkennen, ab welchem Punkt (oder Kurs) er einen Fehler gemacht hat. Da hilft es nicht weiter, nach Sündenböcken zu suchen. „Der Markt“ hat immer Recht. Vor allem wenn gerade eine Internetblase platzt oder eine Finanzkrise eskaliert. Suchen Sie nach Fehlern in Ihrem Verhalten und nicht bei den anderen Marktteilnehmern.
  11. Gewinne laufen lassen
    Sie haben zur richtigen Zeit die richtige Aktie ausgewählt. Doch anstatt dem Wert genügend Zeit zu geben, um sich zu entwickeln, werden Sie ungeduldig und verkaufen viel zu früh. Wenn Sie sich mit einem Engagement im Gewinn befinden, ist es meist besser, einen gewinn sichernden Verkaufsstopp nachzuziehen. Nur so haben Sie die Chance, die zweite Microsoft zu finden und sich nicht zu früh von ihr zu verabschieden.
  12. Schlechte Streuung und Patriotismus
    Teilen Sie Ihr Vermögen sinnvoll auf unterschiedliche Fondstypen und verschiedene Anlageregionen auf. So können Sie die vielfältigen Chancen nutzen und begrenzen gleichzeitig die Risiken. Ein gutes Portfolio enthält – im Idealfall über Investmentfonds – alle wichtigen Vermögensklassen wie Aktien, Immobilien, Renten und Rohstoffe. Investieren Sie niemals einseitig und konzentriert auf ein Unternehmen, eine Region oder eine Anlageklasse!
    Kein Mensch kann die Zukunft vorhersagen und darauf kommt es auch gar nicht an. Aber ein guter Investor denkt auch an das schier Unmögliche und ist auf alles vorbereitet.
  13. Zu hohe Aktienquote und geringer Anlagezeitraum
    Viele Anleger investieren in Aktien oder Aktienfonds und überschätzen ihre eigene Risikobereitschaft. Anfangs ist man davon überzeugt, fünf Jahre Zeit zu haben um die aufgesetzte Strategie zu verfolgen. Fallen aber die Kurse fühlen, sich die Anleger plötzlich schlecht und spüren das vorher nur theoretische Risiko. Vor allem haben sie aber plötzlich gar keine Zeit mehr und wollen nun, koste es was wolle, den Börsensaal durch den Notausgang verlassen. Um sich diesem psychologischen Druck nicht auszusetzen, genügt auch für die meisten jungen Menschen eine Aktienquote von 70 %. Ansonsten gilt die alte Weisheit: 100 minus Lebensalter!
  14. Vorsicht in Gewinnphasen
    Auch Gewinnphasen können für Sie gefährlich sein und haben daher ihre Tücken. Denn gerade wenn es so richtig gut läuft und Sie am Steuer einzuschlafen drohen, lauern Fehler am Wegesrand der Börse. Leicht fühlt man sich dann unbesiegbar, neigt zu Selbstüberschätzung, geht viel zu große Positionen ein und missachtet die Regeln des Risiko-Managements.
  15. Der Versuch, „einen schnellen Euro zu machen“
    Die Anleger, die die höchsten Verluste erleiden sind meist diejenigen, die über das Ziel hinausschießen. Wenn man Ihnen ein Investment anbietet, das sich zu gut anhört um wahr zu sein, missachten Sie dieses bitte. Denn meistens ist es auch nicht wahr!
  16. Investitionen, die man nicht versteht
    Lassen Sie sich keinesfalls zu Investitionen überreden, die sich nicht verstehen. Man kann und muss an der Börse nicht alles kennen und verstehen. Viele gute Investoren kennen sich nur in wenigen Sektoren und Anlageinstrumenten aus – und in denen agieren Sie ausnahmslos!
  17. Übertreiben Sie es nicht
    Der legendäre Benjamin Graham, der Lehrer von Warren Buffet und anderen Investmentlegenden, hat es so ausgedrückt: „Mr. Market“ reicht mir jeden Tag die Hand und versucht, mich zu einem Geschäft zu überreden. Die Kunst des Investierens ist es aber gerade, nicht immer investiert zu sein, sich aber dafür die besten Möglichkeiten aus der Fülle des Marktes auszuwählen.

Ein wahrer Profi hält sich eisern an diese Grundsätze, denn diese sind die Basis für dauerhaften Erfolg.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema... Wie sollte man Geld an den Märkten anlegen?